Auf der folgenden Seite finden Sie ausführliche Informationen über das korrekte Zitieren: https://www.scribbr.ch/category/richtig-zitieren-ch/
Sämtliche fremden Ideen müssen Sie in Ihrem Text auch so deklarieren. Sie dürfen nicht etwas schreiben und dieses als Ihre eigene Idee ausgeben, wenn Sie den Text z.B. aus dem Internet oder aus einem Buch abtippen. Ebenfalls dürfen Sie nicht einfach Bilder einfügen, ohne präzise hinzuschreiben, woher Sie diese Bilder haben.
Im Zusammenhang mit dem Zitieren fallen immer wieder bestimmte Begriffe. Im Folgenden finden Sie ein paar Hinweise dazu.
Mit Zitieren ist gemeint, einen Text aus einer fremden Quelle aufzuschreiben und mit einer korrekten Quellenangabe zu versehen.
Hier ein Beispiel:
Adolf Ogi ist ein ehemaliger Bundesrat. Er war Sportminister und sein wohl bekanntester Spruch lautet:
„Freude herrscht“ (Ogi 1999:34)
Der erste Satz habe ich selbst geschrieben. Das Zitat hier ist „Freude herrscht“. Weil ich dieses Zitat direkt aus einem Buch abgeschrieben habe, muss ich dahinter entsprechend die Quelle angeben.
Das „Freude herrscht“ ist ein Zitat. Man zitiert aus einer fremden Quelle.
Ihre Betreuungsperson wird ein bestimmter Zitierstil wünschen. Im Leitfaden zur Maturarbeit finden Sie zwei Möglichkeiten:
Das Zitierschema 1 wird häufig in Geschichte verwendet. In Geografie verwendet man meist das Zitierschema 2.
Bedenken Sie aber, dass dies von Betreuungsperson zu Betreuungsperson unterschiedlich sein kann. An der Universität wird voraussichtlich auch jede Professor*in einen anderen Wunsch haben.
Das Zitierschema 2 nennt man auch „Harvard“, wobei es auch hier ganz verschiedene Ausprägungen gibt. Der Harvard-Stil, wie wohl jeder andere Stil (wie z.B. APA, Chicago, MLA, etc.) ist nicht einheitlich definiert.
Harvard heisst primär, hinter dem Zitat die Autor*innen plus das Jahr in Klammern hinzuschreiben.
Also so:
„Freude herrscht“ (Ogi 1999:34)
Davon gibt es diverse Abweichungen, hier sehen Sie zwei:
„Freude herrscht“ (Ogi 1999, S. 34)
„Freude herrscht“ (Ogi, 1999:S. 34)
Vielen Lehrpersonen sind so spitzfindige Details wie die drei obigen unterschiedlichen Darstellungen egal. Andere beharren auf einer bestimmten Art. Drum: fragen Sie solange nach, bis es Ihnen klar ist.
Beachten Sie, dass im Leitfaden nur zwei gängige Zitierstile und da auch nur die gängisten Quellentypen erläutert werden. Beim Schreiben der Maturarbeit werden Sie voraussichtlich auf weitere Quellentypen stossen. Informieren Sie sich zuerst, beispielsweise auf der folgenden Seite: https://www.scribbr.ch/richtig-zitieren-ch/quellenangabe/, erst dann fragen Sie bei der Lehrperson nach, ob die von Ihnen gefundene Formatierung auch wirklich passt.
Sie werden nicht nur aus einem Buch oder aus einer Internetquelle zitieren. Es macht beispielsweise auch einen Unterschied, ob Sie Text von einer Webseite kopieren oder ob Sie von einer Webseite eine PDF-Datei herunterladen und daraus zitieren. Nebst Büchern gibt es auch Buchabschnitte. Das haben Sie dann, wenn ein Buch mehrere Abschnitte aufweist und jeder Abschnitt von einer anderen Person geschrieben wurde. Da dürfen Sie nicht einfach nur das Buch als Quelle angeben, sondern müssen sich auf den konkreten Abschnitt beziehen. Dann werden Sie unter Umständen auch Bilder haben, Fotos, Diagramme, Tabellen, Abbildungen, Skizzen, allenfalls Interviews, Podiumsgespräche, Sitzungen, Präsentationen, etc. Und alle Quellentypen werden leicht anders aufgeschrieben.
Gehen Sie dazu auf die folgende Seite: https://www.scribbr.ch/richtig-zitieren-ch/quellenangabe/
Da finden Sie bereits eine grosse Auswahl an unterschiedlichen Quellentypen:
(Theel 2018)1)
Sehen Sie? Hier habe ich eine Quelle angegeben. Unten finden Sie den Detaileintrag des Quellenverzeichnisses.
Wichtig ist, dass Sie immer gleich zitieren, also mit dem gleichen Stil. Nicht einmal nach Harvard, dann Chicago und zwischendurch noch indirekt über die Fussnoten. Das gibt ein Chaos.
Bitte auch nicht mal so:
„Freude herrscht“ (Ogi 1999:34)
Und einige Seiten weiter hinten so:
„Freude herrscht“ (Ogi, 1999 S. 34)
Es soll einheitlich sein. Wenn Sie aber die Zitierfunktion von Word oder von Zotero verwenden, dann kann es Ihnen gar nicht passieren, dass Sie nach unterschiedlichen Zitierstilen zitieren.
Das obige Beispiel ist ein direktes Zitat. Das habe ich 1:1 so aus dem Buch abgeschrieben und schreibe nur dies hin. Ein direktes Zitat kann auch wörtliches Zitat genannt werden (siehe Baade et al. 2021:147)2).
Es ist aber auch möglich, das in einen selbst geschriebenen Satz „zu verpacken“:
Er war Sportminister und „Freude herrscht“ (Ogi 1999:34) war wohl sein bekanntester Spruch.
Der Teil, den man aus der fremden Quelle hat, wird auch hier in Anführungszeichen mit der dazugehörigen Quelle dahinter angegeben. Auch das nennt man in der Regel ein direktes Zitat.
Weitere Hinweise zu direkten Zitaten finden Sie hier: https://www.scribbr.ch/richtig-zitieren-ch/direktes-zitat/
Jetzt ist es auch möglich, die Quelle nicht 1:1 wiederzugeben, sondern einen Satz umschreiben. Man nennt das auch paraphrasieren.
Er war Sportminister und hat in diesem Zusammenhang immer wieder an Reden erwähnt, dass Freude herrschen würde (vgl. Ogi 1999:34).
„dass Freude herrschen würde“ findet man so nicht 1:1 in der Quelle. Deshalb darf man hier keine Anführungszeichen setzen. Aber man hat es sinngemäss so hingeschrieben. Und weil man es sinngemäss trotzdem aus irgendeinem Buch hat, muss man eine Quelle angeben.
Beachten Sie, dass man bei indirekten Zitaten gelegentlich ein „vgl.“ in der Quellenangabe hinschreibt. vgl. ist die Abkürzung für vergleiche. Damit will man den Lesenden mitteilen: wenn dich das Thema mehr interessiert, geh an der entsprechenden Stelle nachlesen.
Weitere Hinweise zu indirekten Zitaten finden Sie hier: https://www.scribbr.ch/richtig-zitieren-ch/indirektes-zitat/
Sie sehen, dass bei den obigen Beispielen immer nur (Ogi 1999) mit der passenden Seitenzahl da steht. Aber um welche Quelle handelt es sich nun? Das geben Sie im sog. Literaturverzeichnis an. Dieses befindet sich in einer Arbeit meist ganz hinten grad vor dem Anhang. Ganz unten auf dieser Seite sehen Sie ein Beispiel (Baade et al. 2021).
Literaturverzeichnis und Quellenverzeichnis wird in der Geografie meist synonym verwendet.
Tipp: wenn es von der Betreuungsperson nicht ausdrücklich gewünscht wird, trennen Sie das Quellenverzeichnis nicht auf in beispielsweise Bücher, Internetquellen, Artikel, Bilder, etc. Das macht es mir als Leser nur unglaublich mühsam, weil ich mir bei jeder Quelle überlegen muss, um welchen Typ es sich handeln könnte. Erstellen Sie ein einziges Quellenverzeichnis mit allem drin.
Weitere Hinweise zu Literaturverzeichnissen finden Sie hier: https://www.scribbr.ch/richtig-zitieren-ch/literaturverzeichnis/
Schreiben Sie Quellenangaben und Literaturverzeichnis auf keinen Fall von Hand! Word wie auch andere Programme (z.B. Zotero) bieten hier eine einfache Möglichkeit, das Ganze zu automatisieren.
Die Gefahr, dass Sie im Quellenangben machen, diese aber im Literaturverzeichnis vergessen, ist gross. Ebenfalls passiert es, dass Sie ein Zitat nicht mehr verwenden wollen und somit die Quelle löschen. Aber Sie vergessen, die Quelle im Literaturverzeichnis zu löschen.
Wollen Sie wissen, wie man konkret mit Word zitiert, dann schauen sie sich das folgende Video an:
Interessiert Sie das kostenlose und geniale Quellenverwaltungsprogramm Zotero und wollen wissen, wie Sie damit in Word ziteren, dann ist das folgende Video als Aufbau gedacht (schauen Sie aber auf jeden Fall zuerst das erste Video):
Es kann vorkommmen, dass Sie ein Bild trotz anderslautender Empfehlung (siehe Merksätze zu Bilder) mit einem Textfluss versehen müssen. In diesem Fall wird Word die Bildbeschriftung nicht in einem Absatz einfügen, sondern in ein Textfeld. Und ausgerechnet in ein Textfeld lässt sich eine Quelle von Zotero nicht einfügen.
Wie es trotzdem geht, zeige ich in dem folgenden Video: